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Eissegeln und Eisfischen

von Iven Stölzel

Eissegeln und Eisfischen

Nur selten bekommen die Rügener die Möglichkeit ihre traditionellen Segelschlitten auf den gefrorenen Bodden zu bringen. Die letzten Gelegenheiten dafür gab es im Eiswinter 1996/97 sowie an den ersten Dezembertagen 2002, vereinzelt auch in anderen Jahren. Das Flachwasser muss trittfest gefroren sein und die Windrichtung muss passen. Zum Eissegeln müssen einige Regeln beachtet werden und es bedarf natürlich einem Segelschein.
Wenn das Eis ungefähr 20 cm stark ist, befahren auch einige Eisfischer den Bodden mit einem Segelschlitten zum sogenannten „Zanderklappern“. Sie schneiden ein circa 1m x 1m großes Loch in das Eis und schieben zwei Netze mit einer Klapperstange unter das Eis. Anschließend wird eine 4m lange Eichenbohle in das Loch geschoben. Nun beginnt das „Klappern“. Mit den Klapperhölzern wird solange auf die Bohle eingedroschen, bis die Fische ins Netz gehen.
Vielleicht entdecken Sie ja einmal einen Eisfischer bei der Arbeit!

 

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